Höchste Priorität für Neubau der BBC-Brücke

Thomas Hornung
„Dem Neubau der Brücke muss jetzt höchste Priorität eingeräumt werden“, sagt Stadtrat Thomas Hornung.

Forderungen und Fragen der CDU-Gemeinderatsfraktion zur Sperrung der Brücke, zu den Umleitungen und zum Zeitplan für den Neubau

Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat in einem Antrag zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik zahlreiche Forderungen und Fragen zur so genannten BBC-Brücke in Käfertal gestellt. „Die Sperrung der Brücke für Lkws und die Verengung der B 38 stadtauswärts auf eine Fahrspur sorgen für lange Umleitungen und noch längere Staus – und das für eine voraussichtlich sehr lange Zeit von mindestens sechs Jahren. Dem Neubau der Brücke muss jetzt höchste Priorität eingeräumt werden“, sagt Stadtrat Thomas Hornung. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Gemeinderatsfraktion erinnert daran, dass beim Beschluss des Gemeinderates zum Neubau der in die Jahre gekommenen Brücke im Jahr 2016 von einer Umsetzung im Jahr 2019 die Rede gewesen sei. „Jetzt wird der Neubau vage für ‚voraussichtlich 2025‘ in Aussicht gestellt. Im Doppelhaushalt 2020/21 ist von der Verwaltung nicht ein Euro veranschlagt, und das, obwohl der Verwaltung der akut schlechte Zustand der Brücke seit Wochen, wenn nicht seit Monaten bekannt sein dürfte. Es gibt keinen Grund, die B 38 auf Jahre zum Nadelöhr zu machen – wir können in Mannheim keine Ludwigshafener Verhältnisse gebrauchen“, so Hornung. Die CDU fordert deshalb, den Neubau zügig anzugehen: „Dafür brauchen wir im nächsten Doppelhaushalt wenigstens die Planungsmittel.“ Dafür müsse die Verwaltung schnellstens einen Zeitplan für Abriss und Neubau der BBC-Brücke vorlegen.

Auch auf den Ausweichstraßen könnte es, zumindest streckenweise, Sanierungsbedarf geben, und der sollte ebenso rasch geklärt werden. Überhaupt bereiten die Umleitungen für den Lkw-Verkehr – die BBC-Brücke soll dauerhaft für Fahrzeuge über 12 Tonnen gesperrt werden – der CDU-Fraktion Sorge: „Die Verwaltung spricht von 600 Lkw über 30 Tonnen täglich, die die Brücke überqueren und von zirka 1.300 Fahrzeugen über 3,5 Tonnen. Damit ist nichts über die zu erwartende Zahl von Lkw über 12 Tonnen gesagt, die künftig Umleitungen fahren müssen. Man kann nur schätzen, dass es sich um rund 1.000 Fahrzeuge handeln dürfte. Das führt zu einer erheblichen Mehrbelastung der geplanten Umleitungsstrecken“, so Hornung. Er fordert daher, „erstens den Mehrverkehr auf den einzelnen Umleitungsstrecken zu quantifizieren, zweitens die weiträumigen Umleitungen stadteinwärts ausschließlich über die Magdeburger/Siebenbürger/Banater Straße zu führen und nicht über die Sudetenstraße, drittens eine Erklärung, warum die kurze Umleitung über die Neustadter Straße und den Aubuckel keine Berücksichtigung gefunden hat und wie sperrungsbedingte Lkw-Mehrverkehre auf dem Aubuckel vermieden werden können“. Wichtig sei zudem, so formuliert es die CDU in ihrem Antrag, dass ein Schleichweg über Feudenheim verhindert werde. Dafür müsste der Wingertsbuckel als mögliche Abkürzung für Fahrzeuge über 12 Tonnen gesperrt werden, schlägt die CDU vor.

Bleiben zwei weitere Fragen: „Gibt es eigentlich eine Zweitmeinung zur Notwendigkeit, die BBC-Brücke für Lkw zu sperren? Bei folgenschweren Diagnosen wie dieser sollte man das in Betracht ziehen“, so Thomas Hornung. Und zum Zweiten sei unklar, ob die einspurige Führung stadtauswärts ebenfalls bis zum Abriss bestehen soll, oder ob durch provisorische Maßnahmen wenigstens der Pkw-Verkehr wieder zweispurig fließen kann. „Die Verwaltung sollte – nötigenfalls gemeinsam mit der Deutschen Bahn, deren Gleise ja darunter verlaufen – alles dafür tun, dass die Zweispurigkeit wieder hergestellt werden kann.“